Reagenzgläser – unverzichtbare Helfer in Laboratorien

30. Mai 2017
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Bei einem Reagenzglas handelt es sich um einen kleinen, einseitig offenen Behälter aus Glas. Es wird auch als Probierglas bezeichnet.

Der Aufbau, die Größe und die Verwendung

Insbesondere in Laboratorien werden Reagenzgläser zur Durchführung von chemischen Reaktionen, Untersuchungen und zur Aufbewahrung von Flüssigkeiten verwendet. Um diese Verwendung zu gewährleisten, werden Reagenzgläser in unterschiedlichen Größen hergestellt. Sie reichen von 2 bis 20 cm Länge mit einem Durchmesser von 0,6 und 3 cm.

Die Standardgröße eines Reagenzglases aus dem chemischen Labor ist 16 cm lang und verfügt über einen Durchmesser von 1,6 cm. Besteht Bedarf, so ist man in der Lage, die Gläser mit Kunststofffolien, Korkstopfen, oder auch Aluminium-Verschlusskappen oder auch Gummistopfen zu verschließen. Diese Verschlussvorrichtung wird umgangssprachlich als Stöpsel bezeichnet. Sie sind zudem in unterschiedlichen Formen erhältlich. Es gibt Modelle mit rundem, konischem und auch geradem Boden.

Soll eine Substanz in einem Reagenzglas über einer Flamme erhitzt werden, beispielsweise mit Hilfe eines Bunsenbrenners, so sind diese Gläser dünnwandig, damit ein Bruch bei den thermischen Belastungen vermieden werden kann. Allerdings gibt es auch Gläser, die dickwandig und feuerfest sind.

Die Kosten für Gläser der Standardgröße, 16 cm Länge, betragen rund 10 Cent oder mehr. Dabei ausschlaggebend ist das verwendete Material. Beispielsweise liegen die Kosten bei einem Glas bestehend aus Braunglas mit Normschliff bis zu 10 Euro.

Um mit diesen Gläsern arbeiten zu können, wird häufig ein entsprechender Reagenzglashalter verwendet. Dieser ähnelt in seiner Bauform einer größeren Wäscheklammer aus Holz. Andere Modelle werden aus Draht gebogen und verfügen über einen hölzernen Griff.

Die Handhabung

Bei einem geübten Chemiker wird das Glas mit Hilfe des Mittelfingers am Handballen festgeklemmt. Geöffnet wird das Glas mit dem Daumen, dabei wird der Verschluss mit dem Zeigefinger festgehalten und nicht abgelegt, denn dieser könnte durch das Ablegen verunreinigt werden. Dann wird die Flüssigkeit in das Glas gefüllt. Wird die im Glas befindliche Flüssigkeit erhitzt, so wird der Vorgang regelmäßig unterbrochen. Dabei wird das Glas kurz im mittleren Bereich angetippt, so dass der Inhalt leicht durchgeschüttelt wird. Besonders wichtig bei dieser Handhabung: In keinem Fall sollte die Öffnung des Glases zum Gesicht zeigen, denn es könnte zu Verbrühungen oder Verätzungen kommen, weil es nicht selten zur Verschiebung des Siedepunktes kommt. Diese Reaktion bzw. dieses Verhalten ist schwer vorhersehbar, es ist also Vorsicht in solchem Umgang geboten.

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